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Hebamme Andrea Fallmann

Gedanken und Wissenswertes zum Thema Schwangerschaft und Geburt

Auf dieser Seite können Sie Erfahrungsberichte von Frauen lesen, die

ihr Geburtserlebnis mit Ihnen teilen möchten.

Eine etwas ungewöhnliche Geburt

Ich hatte eine schöne und unkomplizierte Schwangerschaft und freute mich schon sehr auf den 28.12.2008. Das war nämlich der errechnete Geburtstermin, dem ich mit Neugier und Spannung entgegenfieberte. Meinen Geburtsvorbereitungskurs machte ich im Geburtshaus, wo ich auch gerne entbinden wollte, da mir eine Klinikgeburt zu sehr fremdbestimmt und „technisiert“ erschien.

Das Weihnachtsfest 2008 konnte ich noch ganz in Ruhe verbringen und auch am 28.12. war noch nichts von der bevorstehenden Geburt zu merken. Aber ab da an achtete ich natürlich noch mehr auf mich und meinen Körper, um auch ja kein Anzeichen für den Geburtsbeginn zu verpassen.

Am Morgen des 30.12.2008 fühlte ich mich irgendwie schon ein bisschen anders als sonst, aber ich dachte noch nicht daran, dass es jetzt bald losgehen würde, denn innerlich hatte ich mich auf den 31.12. bzw. den 1.1. eingestellt; warum auch immer.

Gegen Mittag spürte ich dann ab und zu schon mal ein Ziehen in der Beckengegend, aber da es nur leicht war, machte ich mir keine weiteren Gedanken. Als dieses Ziehen am Nachmittag stärker und regelmäßiger wurde, ahnte ich, dass es nun doch bald ernster werden würde. Deshalb bat ich Andrea, meine Hebamme, mal vorbei zu kommen, um die Herztöne abzuhören und um zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Dies war glücklicherweise der Fall, so dass Andrea wieder nach Hause fuhr. Doch schon kurz nachdem Andrea weg war, wurden die Wehen auf einmal stärker und ich hatte einen Blasensprung. Ab da an kamen die Wehen im 2-Minuten-Takt und sie waren so stark, dass ich mich kaum noch bewegen konnte. Mein Freund rief Andrea an und bat sie, so schnell wie möglich zu uns zu kommen, da die Geburt jetzt doch schneller voran ging als gedacht. Nun war uns auch klar, dass die Geburt wohl zu Hause stattfinden wird, weil wir es einfach nicht mehr ins Geburtshaus schaffen. Mein Freund räumte die Sessel und den Tisch im Wohnzimmer beiseite und rollte den Teppich zusammen, so dass wir einigermaßen Platz hatten.

Die Zeit bis zu Andreas Ankunft erschien uns wie eine halbe Ewigkeit, obwohl sie sich so beeilte. Sie kam gerade noch rechtzeitig, um sich die Gummihandschuhe überzuziehen, mich bei den letzten Wehen zu unterstützen und 10 Minuten später das Baby in Empfang zu nehmen. Unsere kleine Tochter Alexia erblickte um 18:45 Uhr das Licht der Welt. Sie war ganz ruhig und schaute uns mit ihren großen Augen an. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen, denn er hatte etwas Magisches an sich. Eben war dieses kleine Wesen noch in meinem Bauch und einen Moment später war es endlich da und ich konnte es im Arm halten und betrachten. Neun Monate habe ich darauf gewartet und mich so oft gefragt, wie dieses kleine Menschlein wohl aussehen wird. Und nun wusste ich es endlich: Es ist das süßeste Baby der Welt. So, wie es wahrscheinlich jede Mutter von ihrem Kind denkt.

Andrea versorgte uns beide fachgerecht und machte sich etwa zwei Stunden nach der Geburt auf den Weg nach Hause. Dann begann unser spannendes Familienleben zu dritt.

Im Nachhinein waren wir natürlich sehr froh, dass die Geburt so schnell und unkompliziert verlief; auch wenn alles ganz anders war als geplant. Während der Schwangerschaft konnte ich mir eine Hausgeburt überhaupt nicht vorstellen, aber hinterher war ich richtig froh darüber. Denn ich empfand es als großen Vorteil, gleich mit dem Baby zu Hause in vertrauter Umgebung zu sein und nicht erst nach einigen Stunden oder Tagen nach Hause zu kommen. Daher kann ich mir für unser zweites Kind durchaus wieder eine Hausgeburt vorstellen; aber dieses Mal geplant .

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